Zwischen Ordnung & Überregulierung

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In dieser NÖ Gemeinde geht´s um „Über-Bürokratismus“ und wie wir ihn in den Griff bekommen. Das ist nicht einfach! Zunächst weil es für einige – in der Verwaltung genauso wie auf Seite der Bürger – auch ganz angenehm geworden ist, sich hinter den für sie gut passenden Regeln zu verschanzen. Aber auch, weil es sogar Unternehmen und Dienstleister gibt, die mit Gutachten, Rechtsbeistand und Kontrollen ihr Geschäft machen. Und schließlich, weil wir auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine komplexere Realität – mit immer mehr Möglichkeiten – halt doch auch immer mehr Regelungen braucht, um gerecht und ausgeglichen für alle zu funktionieren. Reformen sind schaffbar, wenn wir sie alle gemeinsam wollen. Davor ist eine umfassende Problemsicht auf die Zusammenhänge, die „Über-Bürokratismus“ überhaupt ausmachen, wichtig – quasi das Aufgeben des „Kastldenkens“! „Vereinfachung, Beschleunigung, mehr Dienstleistungs- und Servicecharakter“ müssen uns dann als Grundprinzipien in jeder einzelnen Gemeindeverwaltung leiten. Und wenn es um die großen Reformen und auch Verbesserungen – zum Beispiel durch die Digitalisierung – geht, muss klar sein: Wir werden auch über unseren eigenen Schatten zu springen haben. Vereinfachung wird auch Veränderung erfordern. Und Reformen brauchen Standfestigkeit. Die Garantie allerdings ist – zumindest für die richtigen Veränderungen kann ich das sagen – dass nach den Phasen der Emotion, des Widerstandes und Konfliktes sehr wohl wieder Gewöhnung, Ruhe und bestenfalls auch Akzeptanz eintreten. Deshalb dürfen wir die Phase des Konflikts und des Widerstands bei Projekten und Reformen auch nicht als deren Scheitern sehen. Vielmehr ist es bei Reformprozessen so: Wo es nie unruhig geworden ist, verändert sich meist auch nichts Wesentliches. In diesem Sinn stehen uns zwar noch unruhige Monate und vielleicht sogar Jahre bevor. Aber alles, damit am Ende Wesentliches herauskommt: Bei der Reformpartnerschaft auf Bundesebene oder auch bei den laufenden Reformbestrebungen im Land und in vielen Gemeinden, wo eingespart, reduziert, umorganisiert oder verändert werden muss.

Danke schon jetzt für Deinen klaren Blick auf´s Wesentliche und für Deine Standfestigkeit. Alles Gute!

Bgm. Präsident Johannes Pressl

 

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