Der Weg zum digitalen Dorf beginnt JETZT
Das digitale DORF der ZUKUNFT – daran arbeiten wir in unseren Gemeinden täglich. Aber was auf den nächsten Seiten sehr „smart“, völlig „easy“ und auf den Bildern freudestrahlend „problemlos“ ausschaut, hatte zuvor oft einen Weg voller Hürden und Stolpersteine. Und dieser Weg der Digitalisierung ist auch noch lange nicht vorbei, er hat vielmehr erst begonnen. Wie wir den Digitalisierungsweg einfacher machen können, dazu einige Hinweise:
- Daten jagen und sammeln. Denn Daten sind das Um und Auf. Insofern ist die Verfügbarmachung für unterschiedlichste Anwendungen wesentlich. Die besten Programme können ohne Datengrundlagen nicht arbeiten und die beste KI liefert ohne gute „Zu-Daten“ nur „Schmarrn“. Eine neue „Urzeit“ des Jagens und Sammelns von Daten wird notwendig sein.
- Ideen, die pfeifen und querdenken. Denn einfach nur Bestehendes zu digitalisieren ist „oldschool“. Es braucht auch neue Ideen, es braucht „Querdenken“ und „Verschneiden“. Am Beispiel „Freiwilligenrufbusse“ sieht man das sehr schön. Fahrten nach Termin zu disponieren war bekannt, aber „Freiwillige“ dazu digital einzuteilen, bislang nicht. Die Kombination von beidem minimiert den Organisationsaufwand im Hintergrund und bietet eine umfassende Transportleistung für Ältere und Menschen mit Beeinträchtigung an.
- Sicherheit von Anfang an. Denn ohne Vertrauen in neue Techniken werden diese nicht angenommen. Darum sind neue Projekte besonders angehalten, von Anfang an hochsicher zu sein. Denn das erste Negativbeispiel kann Innovation auf Jahre hinauszögern und ohnehin Vorsichtige noch „vorsichtiger“ machen. Und wo´s wirklich einmal das Risiko braucht, dort ist das von Anfang an klar zu kommunizieren – ganz im Sinne einer bestmöglichen Fehlerkultur.
- Was nichts nützt, ist nichts wert. Jedes Digitalisierungsprojekt muss Nutzen stiften, es muss eine Tätigkeit leichter machen, eine Lösung einfacher, eine Unterstützung besser. Dann wird sie angenommen. Punktum.
- Digitalisierung darf den Konflikt nicht scheuen. Weil sie nämlich nicht nur langsam und bedächtig daherkommt, sondern auch disruptiv sein kann. Und alles, was Angst auslöst – beispielsweise um den Job, vielleicht auch das bisherige Geschäftsmodell – wird abgelehnt oder sogar bekämpft. Am Ende ist die Digitalisierung unausweichlich. Je eher wir sie proaktiv angehen, umso eher werden wir sie auch Menschen angepasst und produktiv für unsere Dörfer, Gemeinden und Städte nutzen können. Danke, dass du dich dafür interessierst. Bitte aber auch, dass du dich in deinem Bereich dafür weiter engagierst. Alles Gute und eine spannende Lektüre mit dieser zukunftsweisenden NÖ Gemeinde!
Dein Präsident Johannes Pressl