Das sind die wahren Helden des Alltages

Entgegen der Annahme, dass ehrenamtliche Arbeit ausschließlich in organisierten Strukturen stattfindet, blüht sie vielmehr auch im Alltag.

Der überwiegende Anteil an Freiwilligenarbeit kommt gänzlich ohne Ehrenamt aus, er ist vielmehr Ehrensache. Es gibt sie zum Glück überall in Niederösterreich, die Helden des Alltags, die guten Geister, die in keinem Dorf oder Grätzl fehlen dürfen. Diejenigen die den Abfluss reparieren, auf die Wohnung schauen, schnell auf die Nachbarkinder aufpassen, Bringdienste erledigen, die Mülltonnen rausstellen. weil man es sonst vergessen hätte, den Rasen mähen oder einfach nur auf Besuch
kommen, weil man sich sonst alleine fühlt.


Was wir heute viel zu oft als selbstverständlich ansehen, als übliche Nachbarschaftshilfe oder nicht der Rede wert empfinden, ist in Wahrheit unbezahlbar für unsere Gesellschaft. Dieses Füreinander da sein bei täglichen Bedürfnissen oder bei großen Katastrophen ist nicht nur hilfreich und sinnstiftend, sondern entlastet auch Behörden und Einsatzkräfte. Wer von der Nachbarin zu einer Behandlung gefahren wird,
braucht keinen Rettungswagen, wem der Nachbar bei Onlinebehördengängen hilft, der muss nicht bei einer Hotline anrufen.


Hilfe bei Einsamkeit und Ausgrenzung
Das sogenannte Informelle Freiwilligenwesen sorgt auch dafür, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten, dass niemand zurückbleibt und sich ausgegrenzt fühlt. Immerhin leiden rund zehn Prozent aller Bürgerinnen und Bürger an Einsamkeit. Und gerade die zunehmende Digitalisierung stellt die Menschen vor große Herausforderungen. Zwar haben neun von zehn Menschen ein Smartphone, aber gerade unter älteren Menschen geben nur 25 Prozent an, dass sie sich gut damit auskennen. Viele sind also darauf angewiesen, dass ihnen jemand bei der Bedienung angeblich smarter Geräte hilft, sei es Smartphone oder TV.


Oft koordiniert die Gemeinde
Im Unterschied zu Vereinen sind diese Freiwilligen praktisch auf sich alleine gestellt. Sie haben für ihre Tätigkeit kein Netzwerk, keine Lobby und bekommen dementsprechend weniger Unterstützung und Wertschätzung. Umso wichtiger ist es, dass sich Ortsvorsteher, Gemeinderäte oder Bürgermeister um sie annehmen …

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