Digitalisierung als Entlastung für Gemeinden und Vereine

Beim „Treffpunkt Forum Dorf & Stadt 2025“ wurden erste Schritte für ein neues Digitalisierungspaket präsentiert. Gesucht werden nun gute Praxisbeispiele aus den Gemeinden – mach mit und teile Deine Ideen!

Beim „Treffpunkt Forum Dorf & Stadt 2025“ kamen rund 900 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Angern an der March zusammen, um über die Zukunft ihrer Regionen zu diskutieren. Die größte Plattform für Regionalentwicklung in Niederösterreich bot dabei wertvolle Impulse für Gemeinden und Vereine – insbesondere auch zum wachsenden Thema Digitalisierung. In vier Dorfwerkstätten wurden zentrale Fragen zu Nahversorgung, Ehrenamt, Ortskernentwicklung und Digitalisierung bearbeitet. Gerade im Bereich Digitalisierung zeigte sich deutlich: Es besteht Handlungsbedarf – aber auch eine große Chance für Entlastung.

Dementsprechend stellte Präsident Johannes Pressl im Rahmen seiner Dorfwerkstätte den geplanten Ausbau des Digitalisierungsangebotes für Gemeinden und Vereine vor. Unter dem Motto „Digitalisierung als Chance für die Gemeindeentwicklung“ präsentierte er ausgewählte Einsatzmöglichkeiten digitaler Tools, die wertvolle Handlungsspielräume für die Gemeindeentwicklung schaffen – etwa in der Nahversorgung mit 24-Stunden-Läden mit Self-check-out oder Hybridlösungen, in der Ver- und Entsorgung mit smartem Wassermanagement oder einem Störstoffscanner im Müllbereich. Auch in der öffentlichen Verwaltung gibt es Potenziale – z. B. durch ID-Austria oder optimierte Abläufe dank Datenmanagement im Backoffice.

 Im Bereich Sicherheit wurden digitale Zutrittssysteme oder Videoüberwachung vorgestellt, die nicht nur Effizienz, sondern auch Schutz und Übersicht verbessern. All diese Maßnahmen zeigen: Digitalisierung kann Gemeinden kreativen Freiraum verschaffen – damit mehr Zeit fürs Gestalten bleibt.

Die Digitalisierung – und insbesondere die Chancen durch Künstliche Intelligenz – sind ein Zug der Zeit. Wenn wir diese Technologien richtig nutzen, eröffnen sich neue Möglichkeiten, etwa um verlorengegangene Funktionen im Dorfleben, wie die Nahversorgung, wieder zurückzuholen. Besonders in der Verwaltung liegt großes Potenzial.

Zugleich betonte Pressl, wie entscheidend es ist, dass Gemeinden künftig die Hoheit über ihre eigenen Daten behalten:

Nur wenn wir wissen, was in unseren Gemeinden tatsächlich passiert, können wir KI sinnvoll und zum Nutzen der Menschen vor Ort einsetzen.“ Auch die Ergebnisse der Dorfwerkstätten bestätigen diesen Handlungsbedarf.

Zahlreiche inspirierende Projekte zeigen bereits heute, was möglich ist – etwa die Kommunikations-App in Neulengbach, digitale Versorgungslösungen in Ollersdorf oder flexible Rufbus-Systeme im Mobilitätsbereich.

Und jetzt bist DU gefragt:

Wir suchen gute Best-Practice-Beispiele aus Deiner Gemeinde, bei denen Digitalisierung den Alltag spürbar verbessert hat – sei es in der Verwaltung, in Vereinen, bei Veranstaltungen oder der Nahversorgung. Bitte schick Deine Ideen und Beispiele an:presse@noegemeindebund.at

Weitere Infos und Fotos zur Veranstaltung findest Du HIER

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