Europäischer Dorferneuerungspreis: Laa an der Thaya für NÖ am Start

„Wenn Mitte Dezember nach einer zweitägigen Bewertungssitzung in München die Entscheidung im Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2022 fällt, wird es einen Sieger, aber ganz sicher keine Verlierer geben. Denn das Kennenlernen von Dorfentwicklungsprojekten auf höchstem Niveau und der europaweite Erfahrungsaustausch machen alle Teilnehmer zu Gewinnern“, erklärt die Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Ziel des Wettbewerbes, der seit 1990 heuer bereits zum 17. Mal von der Europäischen ARGE Land­entwicklung und Dorferneuerung durchgeführt wird, ist es, Landgemeinden in ihrem Engagement für die Zukunftsfähigkeit ihres engeren Lebensraumes zu bestätigen, zu weiteren Aktivitäten und zur Nach­ahmung anzuregen, die gesamt­gesellschaftliche Bedeutung der ländlichen Regionen der europäischen Öffentlichkeit bewusst zu machen und nicht zuletzt auch Europas Zusammenwachsen zu stärken. Eine internationale, interdisziplinäre Jury zeichnet für die Bewertung verantwortlich. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das teilnehmende Gemeinwesen auf die festgestellten Stärken und Schwächen sowie internen und externen Gefahren und Chancen reagiert hat. Dabei geht es um konkrete Maßnahmen und weitreichende Strategien zu einer nachhaltigen Entwicklung und Festigung der ökonomischen Potenz, der ökologischen Qualität, des sozialen Zusammenhalts und des kulturellen Reichtums.

Niederösterreich hat die Stadtgemeinde Laa an der Thaya als Siegerin des vorangegangenen landesweiten Projektwettbewerbes in das Rennen um den begehrten Preis geschickt. Die Stadtgemeinde Laa an der Thaya mit den Katastralgemeinden Hanfthal, Kottingneusiedl, Ungerndorf und Wulzeshofen startete in den 2000er Jahren einen umfassenden Entwicklungsprozess, der mit der Errichtung der Therme Laa seinen markanten Anfang nahm. Dank umsichtiger Planungen, professioneller Konzepte und konse­quenter Umsetzung gelang die Trendwende: Aus einer benachteiligten Kleinstadt am Eisernen Vorhang wurde Schritt für Schritt eine prosperierende, selbstbewusste Stadt mit wirtschaftlichen Perspektiven und hoher Lebensqualität, wozu die vielfältigen Bildungs-und Freizeiteinrichtungen sowie das florierende Vereinsleben einen wesentlichen Beitrag liefern.

„Wir sind längst nicht am Ziel, aber auf einem sehr guten Weg. Die wichtigsten Stationen dabei werden die Belebung des Stadtzentrums, die Verbesserung der Nahversorgung mit Produkten aus der Region, die Gestaltung des Stadtbildes, eine verantwortungsbewusste Siedlungsentwicklung sowie weitere Initiativen zur touristischen Entwicklung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes sein“, betont Bürgermeisterin und NÖ Gemeindebund-Vizepräsidentin Brigitte Ribisch

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigt sich davon überzeugt, dass Niederösterreichs Teilnehmer Laa an der Thaya zu den aussichtsreichen Kandidaten für den Gewinn des Europäischen Dorferneuerungs­preises, der unter dem Motto „Brücken bauen“ ausgetragen wird, zählt. „Denn das Bauen von Brücken hat in Laa an der Thaya nicht nur Tradition, sondern ist auch gelebte Gegenwart: Bei allem und jedem steht das Miteinander im Vordergrund, weil man weiß, dass die großen Herausforderungen der Zeit nur gemeinsam bewältigt werden können“, so Johanna Mikl-Leitner.

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