Gemeindebund-Präsident Pressl erneuert Forderung nach Gemeindemilliarde

Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl erneuert beim Antrittsbesuch mit Bundeskanzler Karl Nehammer die Forderung nach einer Gemeindemilliarde für die Städte und Gemeinden. „Wir haben zwar im Vorjahr einen guten Finanzausgleich für die Kommunen verhandelt. Mittlerweile sind allerdings für uns unvorhersehbare Faktoren dazugekommen, die uns das tägliche Leben in den Gemeinden enorm schwer machen“, sagt der Gemeindebund-Präsident.

Aktuell stehen 30 bis 40 Prozent der österreichischen Gemeinden vor der Situation, zur Abgangsgemeinde zu werden. Das heißt, dass sie den laufenden Betrieb nicht mehr ausgleichen können. „Wenn wir nicht rasch zu Verhandlungen kommen, schaut es in ein paar Monaten wirklich düster aus“, warnt der Gemeindebund-Chef. Die Gründe liegen auf der Hand:

Die allgemeine Stagnation der Wirtschaft und dadurch fehlende Ertrags- und Kommunalsteuereinnahmen, um rund zehn Prozent gestiegene Personalkosten seit Jahresbeginn, dazu enorme Steigerungen bei Gesundheit, Sozialem und Pflege. „Alleine durch die seit 25 Jahren fehlende Anpassung der Grundsteuer B entgehen den Gemeinden jährlich 380 Mio. Euro – Geld, das die Gemeinden dringend benötigen“, schildert Pressl die Sorgen der Gemeinden umfassend.

Aktuell stehen 30 bis 40 Prozent der österreichischen Gemeinden vor der Situation, zur Abgangsgemeinde zu werden. Das heißt, dass sie den laufenden Betrieb nicht mehr ausgleichen können. „Wenn wir nicht rasch zu Verhandlungen kommen, schaut es in ein paar Monaten wirklich düster aus“, warnt der Gemeindebund-Chef. Die Gründe liegen auf der Hand: Die allgemeine Stagnation der Wirtschaft und dadurch fehlende Ertrags- und Kommunalsteuereinnahmen, um rund zehn Prozent gestiegene Personalkosten seit Jahresbeginn, dazu enorme Steigerungen bei Gesundheit, Sozialem und Pflege. „Alleine durch die seit 25 Jahren fehlende Anpassung der Grundsteuer B entgehen den Gemeinden jährlich 380 Mio. Euro – Geld, das die Gemeinden dringend benötigen“, schildert Pressl die Sorgen der Gemeinden umfassend.


 
Der Gemeindebund-Chef ist gleichzeitig aber auch reformbereit. „Denn es geht um unser aller Steuergeld und das ist in den Gemeinden das Gleiche wie auf der Bundesebene. Ich habe dem Bundeskanzler zugesagt, dass wir in den Gemeinden selbstverständlich auch den Sparstift ansetzen. Vor allem mit „Vergleichssystemen“ möchte ich, dass wir auch in den Kommunen von den Besten lernen“, so der Chef der österreichischen Gemeinden. Der Bundeskanzler zeigte in jedem Fall Verständnis. „Ich bin dafür sehr dankbar, dass Bundeskanzler Karl Nehammer unsere Sorgen und Nöte angehört hat und Gesprächsbereitschaft signalisiert hat. Ich habe ein gutes Gefühl“, so der Gemeindebund-Präsident.
 
Jetzt ist wiederum der Gemeindebund an der Reihe, weitere Zahlen, Daten und Fakten zu liefern. „Wir werden in den nächsten Wochen unsere Berechnungen auf den Tisch legen und dann mit dem Finanzministerium in weitere Detailgespräche treten. Unsere eigene Reformbereitschaft werden wir auch mit konkreten Vorschlägen untermauern. Da sind wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern verpflichtet, unsere Effizienz tagtäglich nachzuschärfen“, sagt Johannes Pressl.

Keine verwandten Beiträge gefunden.

Beitrag teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Schutzschirm für Gemeinden neu denken

Zwischen Amtshaftung, Vermögensschäden, Cyberangriffen und Strafverfahren wird klar: Ein „Schutzschirm“ muss heute breiter, aktueller und…

„Das Ziel muss sein, dass sich alle Menschen sicher fühlen“

Innenminister Gerhard Karner weiß, wovon er spricht, wenn es um das Leben in der Gemeinde geht: Sechs Jahre lang war er selbst Bürgermeister in…
Heute ist der 14.4. – der Tag, an dem wir das lebensrettende System des @notrufnoe in den Fokus rücken! Warum ist das wi...

Heute ist der 14.4. – der Tag, an dem wir das lebensrettende System des @notrufnoe in den Fokus rücken! Warum ist das wi…

Heute ist der 14.4. – der Tag, an dem wir das lebensrettende System des @notrufnoe in den Fokus rücken! Warum ist das wichtig? Weil hinter der…
Heute ist der 14. April – der „Tag des 144ers“! Warum diese Zahl für uns alle in Niederösterreich so wichtig ist? Weil s...

Heute ist der 14. April – der „Tag des 144ers“! Warum diese Zahl für uns alle in Niederösterreich so wichtig ist? Weil s…

Heute ist der 14. April – der „Tag des 144ers“! Warum diese Zahl für uns alle in Niederösterreich so wichtig ist? Weil sie für Sicherheit,…

Gemeinden als Anker der Sicherheit

Warum Führung, Ehrlichkeit und Zusammenhalt das Sicherheitsgefühl stärken… „Sicherheit“ – das ist ein enorm breites Feld. Vom Schutz…
Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Am Ende einer hitzigen Debatte oder nach einer unpopulären, aber notwendigen Entsc...

Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Am Ende einer hitzigen Debatte oder nach einer unpopulären, aber notwendigen Entsc…

Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Am Ende einer hitzigen Debatte oder nach einer unpopulären, aber notwendigen Entscheidung zählt vor allem…
Was bleibt am Ende des Tages hängen? 🤔 Nicht nur der Beschluss. Nicht nur das Argument. Sondern das Gefühl, gehört und...

Was bleibt am Ende des Tages hängen? 🤔 Nicht nur der Beschluss. Nicht nur das Argument. Sondern das Gefühl, gehört und…

Was bleibt am Ende des Tages hängen? 🤔 Nicht nur der Beschluss. Nicht nur das Argument. Sondern das Gefühl, gehört und ernst genommen worden zu…
Fakten statt irreführender Zahlen! ☝️ Unser Präsident @johannespressl bringt es auf den Punkt: In der Debatte um die Fin...

Fakten statt irreführender Zahlen! ☝️ Unser Präsident @johannespressl bringt es auf den Punkt: In der Debatte um die Fin…

Fakten statt irreführender Zahlen! ☝️ Unser Präsident @johannespressl bringt es auf den Punkt: In der Debatte um die Finanzen braucht es…