Warum Führung, Ehrlichkeit und Zusammenhalt das Sicherheitsgefühl stärken…
„Sicherheit“ – das ist ein enorm breites Feld. Vom Schutz von Menschen beginnend über technische & digitale Sicherheit bis zur finanziellen und sozialen Absicherung reicht der Bogen, der zudem noch von viel Emotion und individuellem Sorgenempfinden überlagert wird. Nicht zuletzt spricht man vom „objektiven Schutz“ einerseits aber auch vom subjektiven Sicherheitsempfinden. Und gerade dieses „subjektive Sicherheitsgefühl“ ist für uns in den Gemeinden enorm wichtig. Es geht viel um Psychologie und Erwartungsmanagement. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten in einer Krise nicht Perfektion, sondern redliche Führung“, schreibt Christoph Angerer, Kommunikationsexperte auf Seite 25 dieser NÖ Gemeinde Ausgabe. Also „Klarheit und Wahrheit“ vermitteln – selbst wenn es für uns in der Verantwortungsrolle oft so schwierig ist die Menschen damit zu konfrontieren – scheint der Goldweg zu sein. Denn das gibt auch Sicherheit, selbst wenn man´s als Bürger vom Bürgermeister nicht immer gerne hört, aber letztlich kann man sich danach auch richten. Die großen Krisen wirken bis in unsere kleine Welt. In den letzten Jahrzehnten waren wir in unseren Gemeinden immer „außen vor“, wenn in der Welt was passiert ist. Es hat uns nicht „tangiert“. Seit der Flüchtlingskrise 2015 über Corona bis jetzt zum Irankrieg und den Energiepreisfolgen haben sich die Ereignisse in einer Schlagzahl verdichtet, sodass Krisenherde anderswo mittlerweile fast immer auch direkte oder indirekte Auswirkungen auf uns haben. Und das spüren die Menschen. Umso wichtiger wird sein, dass wir unsere Gemeinden – zumindest im menschlichen Bereich – noch mehr zu Rückzugsorten und Orten der Sicherheit machen. Zu Inseln, wo zusammengerückt wird und wo man sich aufeinander verlassen kann. Als Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind wir zentrale Sicherheitsorganisatoren. Vor allem für diese gute Organisation des Zusammenlebens, für das Funktionieren – auch aller Sicherheits- und Auffangnetze in der Gemeinde – bis hin zur Feuerwehr und zum freiwilligen Besuchsdienst und vielen anderen müssen wir sorgen. Dann werden die Menschen in Zeiten der Unsicherheit in unseren Orten ein gutes Gefühl und in jedem Fall Sicherheit haben. Alles Gute und eine spannende Lektüre mit dieser „Sicherheitsausgabe“ der NÖ Gemeinde!
Dein Präsident Johannes Pressl