Gemeinden unterstrichen Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz

Denklabore, Beratungscorner, Innovationszonen und zahlreiche Preise für Gemeinden – der zehnte Energie- und Umweltgemeindetag in Ybbs a.d. Donau hatte allerhand zu bieten!

© NLK Filzwieser

Othmar Karas — Vizepräsident des Europäischen Parlaments — war nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er in Ybbs geboren wurde, vor Ort: „Und ich bin hier, weil Gemeinde, Land, Bund und Europa zusammengehören. Ich habe mir schon beim Hereingehen gedacht, dass die Abkürzung ‚eNu‘ eigentlich perfekt passt: ‚Europäische Union‘ und ‚Niederösterreich‘, das verbindet! Und Eure Themen sind die Europäischen Themen. Denn es gibt im Europäischen Parlament derzeit kein Thema, wo wir nicht darüber reden, wie wir gemeinsam Europa klima-neutral machen können und gemeinsam zum Weltmarktführer bei den grünen Technologiethemen werden können, um damit wettbewerbsfähiger zu werden.“ Das schaffe Europa laut Karas nur, wenn wir in den Gemeinden beginnen, die gemeinsamen Themen umzusetzen und unsere Klimaziele somit zu erreichen.

Knapp 800 Gemeindevertreter waren am Wochenende zu Niederösterreichs größtem Umwelt-Kommunalgipfel gekommen, um einen Einblick in die Wirkungsbereiche für eine energieeffiziente und nachhaltige Zukunft zu erhalten. Bereits am Vormittag fanden hierzu Denklabore zu den Klimazielen 2030 statt. Gemeindevertreter konnten sich zudem in der Innovationszone und im Beratungscorner über neueste Trends auf Gemeindeebene informieren.

Darüber hinaus gab Zukunftsforscher Andreas Reiter den 800 Gemeindevertretern, Abgeordneten und Ehrengästen einen Einblick in das “Dorf der Zukunft” und meinte dazu: „Das Land ist längst ein Zukunftsraum. Das Dorf 2030 ist smart, digital, bietet intelligente Infrastruktur, ist ein sozialer Ort, ist kollaborativ und ressourcenleicht.“ Im Anschluss wurden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stv. Stephan Pernkopf Waidhofen a.d. Ybbs, Tattendorf, Gänserndorf, Brunn am Gebirge, Gumpoldskirchen und Purkersdorf als neue e5-Gemeinden vorgestellt. Das e5-Programm ermuntert und unterstützt Österreichs Gemeinden ihre Energie- und Klimaschutzpolitik zu modernisieren, Energie und damit Kosten zu sparen und erneuerbare Energieträger einzusetzen. “In den letzten zehn Jahren, als es erst zehn e5-Gemeinden gab, hat sich sehr viel getan. Jetzt gibt es bereits 64 Gemeinden – ¼ aller e5-Gemeinden – die aus Niederösterreich kommen und Vorbilder und Vorreiter in ganz Europa sind. Ich wünsche mir, dass ihr mit eurem Feuer, eurer Visionen, euren Ideen und mit eurem Feuer auch andere Gemeinden anfacht“, wünschte LH Mikl-Leitner den sowohl bestehenden als auch den an diesem Tag ausgezeichneten e5-Kommunen alles Gute für die bevorstehenden klimatischen Herausforderungen.

 

EnU-Geschäftsführer Herbert Greisberger verwies in siner Laudatio auch darauf, dass im Zuge des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz-Pakets nun auch Energiegemeinschaften möglich sind… Hierzu wurde auch eine Koordinationsstelle gestartet – alle wesentlichen Details hierzu findet Ihr hier:

In folgendem Webinar zeigen euch eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger, FH-Prof. DI Hubert Fechner, PV Austria-GF DI Vera Immitzer, EVN – Leiterin für Innovation – Dr. Andrea Edelmann – und E&UGR Hubert Allmer auf, welche Chancen und Potentiale erneuerbare Energiegemeinschaften mit sich bringen und wie Gemeinden diese bestmöglich für sich nutzen können…

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