Stromnetz: Milliarden für das große Modernisierungspaket

Seit kurzem ist Präsident Johannes Pressl Teil des Aufsichtsrates der Netz Niederösterreich GmbH. Die Netz Niederösterreich ist in weiten Teilen Niederösterreichs Errichter, Erhalter und Betreiber der Strom- und Gasnetze.

“Es geht um das Rückgrat der Versorgungsinfrastruktur in unserem Land und vor allem in unseren Gemeinden“, sagt das neu gewählte Aufsichtsratsmitglied. “Ohne Stromnetze im besonderen, geht gar nichts – da dreht sich kein Motor, da läuft keine Anlage, da taut der Kühlschrank auf und da brennt kein Licht. Und wenn Leitungen ausfallen, dann sind nach und nach auch alle Kommunikationsmittel, wie Beispielsweise die Handy´s, ohne Strom tot.” weiß der Präsident um die Bedeutung der Netze für das Leben der Menschen. “Insofern wird ein konsequenter Netzausbau zur Schaffung der Energiewende einerseits notwendig sein. Dazu hat Netz NÖ ein ambitioniertes Programm bis 2030 und darüber hinaus eingetaktet. Netz NÖ wird dazu aber auch enorm viel Geld brauchen, das über die Netzgebühren – streng vom Regulator normiert – langfristig finanziert wird.”

In der ersten Aufsichtsratssitzung war das auch ein ganz großes Thema. “Denn wir haben einen guten Ausgleich zwischen Ausbaukosten und Belastung der Stromkunden zu finden. Ehrlich ist aber, dass der Stromnetzausbau allein in Niederösterreich in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Euro verschlingen wird und die werden auch zu einer Anhebung der Netzgebühren auf den Rechnungen der Stromkunden führen. Im Aufsichtsrat wird es die Aufgabe sein, auf größtmögliche Effizienz des Mitteleinsatzes zu drängen.” so Pressl. Selbst habe er die Arbeit der Netz NÖ auch schon vor der Einberufung in den Aufsichtsrat als sehr gut und sehr umsichtig wahrgenommen. In der eigenen Gemeinde und in vielen Gemeinden Niederösterreichs wurde bisher eine enge Partnerschaft zwischen der Netz NÖ. und den Gemeinden gelebt. Dafür werde er sich auch in der neuen Funktion einsetzen.

Pressl ist noch wichtig zu betonen, dass die Netz Niederösterreich zwar den Strom bringt, aber ihn nicht selbst herstellt und auch nicht verkauft. “Das Netz ist von den Stromanbietern streng getrennt und kostet für Stromkunden der EVN AG genau gleich viel wie für Alternative Stromanbieter, oder wenn es Energiegemeinschaften nutzen. Das ist durch den staatlichen Regulator garantiert.

Neue im Aufsichtsrat bringen übrigens auch Änderungen bei bisherigen Mitgliedern mit sich. Franz Mittermayer und Friedrich Bußlehner – beide langjährige Aufsichtsratsmitglieder – sind in der jüngsten Sitzung aus dem Gremium verabschiedet worden. Als Geschenk gab´s einen guten, alten Stromzähler, wie er vor 35 Jahren gang und gäbe war. “Persönlich habe ich beide schon bisher sehr geschätzt – Franz Mittermayer vor allem wegen seines Fachwissens und Fritz Bußlehner vor allem wegen seines Einsatzes für die tausenden Mitarbeiter, die täglich die Stromnetze am Laufen halten.” dankt ihnen auch Pressl.

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